AMD Helios: Neue KI-Racks und Milliarden für Anthropic

AMD bringt sein Helios-Racksystem und die MI400-Serie in Produktion und investiert bis zu fünf Milliarden Dollar in Anthropic – ein Frontalangriff auf Nvidias Dominanz bei KI-Chips.

AMD hat auf seiner Konferenz Advancing AI 2026 in San Francisco sein Racksystem Helios und die Instinct-MI400-Serie in die Serienproduktion überführt. Zusätzlich fließt eine Beteiligung von bis zu fünf Milliarden Dollar in Anthropic.

Ein Helios-Rack vereint 72 Instinct-MI455X-GPUs und 18 EPYC-Venice-Prozessoren der sechsten Generation. AMD verspricht bis zu 30 Prozent mehr Inferenz-Token pro Dollar als vergleichbare Konkurrenzsysteme – gemessen mit eigenen Methoden, was unabhängige Tests noch bestätigen müssen.

Der Deal mit Anthropic verknüpft eine Kapitalbeteiligung mit der Lieferung von Rechenkapazität im Gigawatt-Bereich. Zusammen mit OpenAI und Meta hat AMD nach eigenen Angaben rund 14 Gigawatt zugesagter Kundenkapazität in der Pipeline – ein Beleg dafür, dass der Wettlauf um Rechenleistung ungebremst weitergeht.

AMD positioniert Helios direkt gegen Nvidias Vera-Rubin-Rack. Beide setzen auf 72 GPUs, was einen echten Vergleich erlaubt. Entscheidend wird künftig weniger der Zugang als das Preis-Leistungs-Verhältnis und die Liefertreue – zumal große Kunden wie Anthropic, OpenAI, Microsoft und Meta bei beiden Anbietern gleichzeitig bestellen.

Für Unternehmen bedeutet mehr Wettbewerb bei der KI-Hardware tendenziell fallende Inferenzkosten. Anthropic berichtete, bereits ein einzelner Ingenieur habe ein frühes Helios-System zügig in Betrieb genommen – ein Hinweis, dass die Software-Reife mit der Hardware Schritt hält.

Behalten Sie unabhängige Benchmarks im Blick, bevor Sie sich festlegen, und bewerten Sie Rechenangebote nach Token-Kosten und Verfügbarkeit statt nach Marke – und sichern Sie Liefertermine schriftlich ab.

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