Apple hat auf der WWDC im Juni bestätigt, dass die überarbeitete Siri auf einem angepassten, 1,2 Billionen Parameter großen Gemini-Modell von Google läuft. Der Deal, dessen Details bereits im Januar bekannt geworden waren, kostet Apple nach Schätzungen bis zu einer Milliarde Dollar pro Jahr und insgesamt bis zu fünf Milliarden Dollar über die Vertragslaufzeit.
Bemerkenswert ist, dass OpenAI laut übereinstimmenden Berichten eine Chance ausgeschlagen hatte, Siris zentraler Modellanbieter zu werden. Apple hatte demnach Angebote von OpenAI und Anthropic geprüft, sich letztlich aber für Google entschieden. ChatGPT bleibt dennoch als optionale Weiterleitung für bestimmte Siri-Anfragen in Apple-Geräte integriert.
Für Apple markiert der Deal ein bemerkenswertes Eingeständnis nach Jahren eigenständiger KI-Ambitionen: Statt vollständig auf eigene, deutlich kleinere Modelle zu setzen, kauft sich Apple externe Spitzenleistung ein. Apple Intelligence läuft dabei weiterhin auf Apple-eigenen Systemen und der firmeneigenen Private-Cloud-Compute-Infrastruktur, um die Datenschutzstandards des Unternehmens zu wahren.
Für Unternehmen, die Apple-Geräte in ihrer Infrastruktur einsetzen, verändert der Deal mittelfristig die Fähigkeiten von Siri als Sprachassistent grundlegend und rückt sie näher an Konkurrenzprodukte wie ChatGPT, Gemini oder Claude heran.
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