Meta baut einem Bloomberg-Bericht vom 1. Juli zufolge mit Meta Compute eine eigene Cloud-Infrastruktursparte auf, die überschüssige KI-Rechenleistung an externe Kunden verkaufen soll. Damit tritt Meta erstmals direkt gegen AWS, Microsoft Azure und Google Cloud an.
Der Schritt kommt zu einem Zeitpunkt wachsenden finanziellen Drucks: Metas Investitionsausgaben stiegen von 37,2 Milliarden Dollar im Jahr 2024 auf 69,6 Milliarden Dollar im Jahr 2025 und sollen sich 2026 auf rund 135 Milliarden Dollar belaufen. Bislang rechtfertigte Meta diese Ausgaben vor allem mit Verbesserungen im Werbegeschäft. Der Verkauf überschüssiger Kapazität schafft nun eine zusätzliche Einnahmequelle und macht die milliardenschweren Investitionen für Investoren leichter nachvollziehbar.
Für Unternehmen, die Cloud-Rechenleistung für KI-Anwendungen einkaufen, entsteht damit ein weiterer potenzieller Anbieter neben den etablierten Hyperscalern. Wie wettbewerbsfähig Meta Compute preislich und technisch tatsächlich wird, ist noch offen, da der Dienst zum Zeitpunkt der Ankündigung noch nicht öffentlich verfügbar war.
Der Vorstoß zeigt aber einen klaren Branchentrend: KI-Infrastruktur wird zunehmend zum eigenständigen Geschäftsfeld, unabhängig vom ursprünglichen Kerngeschäft eines Unternehmens.
Verfolgen Sie die Entwicklung von Meta Compute als möglichen zusätzlichen Anbieter für Ihre KI-Rechenkapazität und vergleichen Sie frühzeitig Preise und Leistungsdaten, sobald diese verfügbar sind.